Einteilung der Fette

In der heutigen Ernährung gibt es einen allgemeinen Mangel an gesunden Fetten und einen Überschuss an schlechten Fetten. Fette sind für den menschlichen Körper sehr wichtig, denn er besteht zu einem großen Teil aus Fetten (Gehirn, Zellmembranen) und benötigt diese für Stoffwechselprozesse und Funktionsabläufe.

Zu den gesunden Fetten zählen in Maßen genossen gesättigte Fettsäuren wie biologische Butter, Bio-Kokosöl und Bio-Palmöl und ungesättigte Fettsäuren wie Olivenöl, andere Pflanzenöle und marine Omega 3 Fettsäuren. Marin bedeutet: Aus dem Meer.

Zu den ungesunden Fettsäuren zählen Transfettsäuren, und tierische Fette im Übermaß. Was man  beachten sollte ist wenig gesättigte Fettsäuren aufzunehmen, und das Verhältnis der ungesättigten Fettsäuren im Körper zueinander. Dieses sollte einen bestimmten Wert nicht überschreiten.

Essentielle Fette und Nicht-essentielle Fette

Der menschliche Körper kann einige Fettsäuren selbst produzieren, einige nicht. Diese Fettsäuren die nicht selbst produziert werden können, heißen essentielle Fettsäuren.

Essentielle Fettsäuren (Omega 3 und Omega 6 – mehrfach ungesättigte Fettsäuren) müssen mit der Nahrung zugeführt werden.

Funktionen der essentiellen Fettsäuren im Körper

Essentielle, ungesättigte Fettsäuren haben 2 Hauptfunktionen:

  • Aufbau und Erhalt der Zellmembran-Struktur
    1. Omega 3 Fettsäuren
    2. Omega 6 Fettsäuren
    3. Omega 9 Fettsäuren (nicht-essentiell)
  • Regelung von Stoffwechselprozessen u. Körperfunktionen durch Bildung von Gewebshormonen (Eicosanoiden)
    1. Zellfunktionen,
    2. Blutdruck, Blutfluss, Blutgerinnung
    3. Immunsystem, Regelung von Entzündungen, etc.

Durch die moderne Ernährung wo viel Omega 6 Fettsäuren die in Sonnenblumenöl, Distelöl, Sojaöl, Maiskeimöl enthalten sind verwendet werden, und wenig Omega 3 Fettsäuren wie Leinöl, Hanföl, Rapskernöl, Fischöl, aufgenommen werden, überwiegen bei fast allen Menschen Omega 6 Fettsäuren, was gesundheitlich nachteilig ist.

Omega 6 Fettsäuren

  • sind stark gefäßverengend
  • fördern die Blutgerinnung (sind blutverdickend)
  • verstärken Entzündungsreaktionen
  • fördern das Zellwachstum

Omega 3 Fettsäuren

  • sind gefäßerweiternd
  • hemmen die Blutgerinnung (sind blutverflüssigend)
  • reduzieren Entzündungsreaktionen
  • zügeln das Zellwachstum

Richtiges Verhältnis von Omega 6 / Omega 3 ist entscheidend

Ein Verhältnis von kleiner 5 Teile Omega 6 zu 1 Teil Omega 3 (< 5:1) wird von der Wissenschaft als gesund angesehen weil dies in tausenden Studien belegt wurde. Mit so einem Omega 6 zu Omega 3 Fettsäuren-Verhältnis ist man ziemlich gut gegen die Entwicklung von chronischen Krankheiten gerüstet.

Wir verzehren heute ca. 20 mal mehr Omega-6 Fettsäuren im Vergleich zur Steinzeit, die die Idealvorgabe der Evolution ist!

Omega 6 zu Omega 3 Verhältnis

  • Steinzeit: 1:1
  • Inuit: 1:2,5 (Eskimo)
  • Japan: 4:1 (moderne Idealvorstellung)
  • Zivilisation: 15:1 und höher

Früher war Fleisch ein wichtiger Omega-3-Lieferant. Die Tiere erhalten heute aber durch die moderne Tierfütterung nicht mehr genügend Grünfutter, das die Omega-3-Vorstufe liefert. Nutztiere erhalten heute meist Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Mais und Ölkuchen aus Soja, Raps und Sonnenblumen. Dieses Futter enthält einen hohen Gehalt an Omega-6-Fettsäuren und einen sehr geringen Anteil an Omega 3 Fettsäuren.

Vorteile von Omega 3 Fettsäuren

Bei einem „Omega 3 Fettsäuren Mangel“ kommt es im gesamten Körper zu einer höheren Entzündungsneigung und zu chronischen Entzündungen und damit zu schlechteren Organfunktionen. Des Weiteren leidet der Fettstoffwechsel, der Zellstoffwechsel und die Struktur der Zellmembranen und dadurch die Versorgung und Entgiftung der Körperzellen sowie das Blut-Kreislauf-System.

Wirkung auf die Gesundheit

Senkung von Blutfetten (Cholesterin-und Triglyceride)

Senkung von erhöhtem Blutdruck

Verringerung der Risikofaktoren der Arterienverkalkung

Verminderung der Neigung zu entzündlichen Prozessen, rheumatischen Erkrankungen, Allergien, Depressionen und anderen chronischen Krankheiten.

Besonders in der Schwangerschaft sollte auf eine ausreichende Omega 3 Fettsäuren Versorgung geachtet werden. Dies bringt viele Vorteile wie Senkung der Frühgeburtenneigung und reduziert die Wahrscheinlichkeit der Krankheitsentstehung beim Kind. Und die Mutter bleibt in Ihrer Kraft.

Omega 3 Mangel wird als Mitursache gesehen für:

  • Depressionen
  • Demenz und Alzheimer
  • Insulinresistenz und Diabetes Typ II
  • Krebs
  • Schlaganfall und Herzinfarkt
  • v.m.

Ein Omega 3 Mangel kann auch mittels Bioresonanz getestet werden und liegt oft vor, wenn die Bioresonanz-Ampulle “Zellmembranen stabilisieren” testet.

EU Health Claims – Gesundheitsbezogene Angaben

Durch die EU Health Claims werden Verbraucher vor irreführenden Angaben der Nahrungsmittel-Hersteller geschützt. Alle gesundheitsbezogenen Angaben von Nahrungsmitteln in der EU müssen von der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) geprüft und freigegeben werden. Diese Freigabe basiert auf wissenschaftlich durchgeführte Studien.

In der EU sind die folgenden „gesundheitsbezogenen Angaben“ über Omega 3 zugelassen:

Omega 3 in Form von EPA & DHA

  • trägt zu der Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei
  • trägt zur Erhaltung einer normalen Sehkraft bei
  • trägt zu einer normalen Herzfunktion bei
  • trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks und Tryglycerid-Spiegels im Blut bei
  • trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei
  • unterstützt die reguläre Funktion des Immunsystems

Aufnahme von Omega 3 Fettsäuren

Omega 3 Fettsäuren können nur bedingt über pflanzliche und sehr gut über tierische Lebensmittel ein-genommen werden. Die wichtigen Funktionen im Körper erfüllen die beiden langkettigen Omega 3 Fettsäuren EPA und DHA.

Pflanzliche Omega 3 Fettsäuren:

Die Hauptaufgabe von Alpha-Linolensäure im Körper ist die Umwandlung in EPA und DHA Fett-säuren. Alpha-Linolensäure (vorkommend in Leinöl, Chiaöl, Hanföl, Rapsöl, Walnussöl) wird nur zu ca. 5% in EPA und zu 0,5% in DHA umgewandelt!

ACHTUNG:

Bei einem Enzymmangel oder einem genetischen Defekt funktioniert diese Umwandlung nicht! Des Weiteren wird die EPA+DHA Synthese durch andere Faktoren wie Lebererkrankungen, erhöhter Alkoholkonsum, erhöhter Cholesterinspiegel, Virusinfektionen und Stress gehemmt. Ein Mikronährstoffmangel von Vitamin B6, Biotin, Calcium, Magnesium und Zink führt ebenfalls zu einer verminderten DHA-Synthese.

Wichtiger Tipp: Kaufen Sie Leinöl nur von guten Ölproduzenten, die das Öl nachweislich unter 40°C pressen und dann kühlen, denn die Alpha-Linolensäure ist oxidationsanfällig. So ein hochqualitatives Leinöl ist nur im Biosupermarkt im Kühlregal erhältlich und schmeckt nussig und nicht bitter.

Tierische Omega 3 Fettsäuren:

Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Diese kommen nur in Kaltwasserfisch oder Algen vor.

Eine sinnvolle therapeutische Wirkung einer Omega 3 Einnahme von 1-3g täglich je nach Körper-gewicht ist ausschließlich über marines Fischöl oder Algenöl möglich. Frisches hochqualitatives Fischöl schmeckt neutral und riecht nicht.

Oxidation & Schadstoffbelastung

Die Oxidation eines Omega 3 Produktes wird mit dem ToTox-Wert ermittelt. Jedes Omega 3 Produkt hat einen bestimmten ToTox-Wert, der sich aus der Herstellungsweise und dem Produktionsverfahren des Fischöls ergibt.

ToTox bedeutet Total Oxidation und ist der Messwert der Qualität des Öls, wie frisch ein Fischöl ist. Die Omega 3 Fettsäuren EPA und DHA sind sehr licht- luft und hitzeempfindlich, und wenn das Fischöl mit Licht, Luft und Hitze in Berührung kommt oxidiert es, was zu einer Verminderung der Qualität des Fischöls führt, die bis zur Gesundheitsschädigung gehen kann. Alle Produkte der EU dürfen maximal den ToTox-Wert 26 haben, wobei ab dem ToTox-Wert von ca. 10 ein Fischöl nach Fisch zu riechen beginnt. Bei Tests des Totox-Wertes von verschiedenen Produkten, besonders jedoch von Fischölkapseln werden aber immer wieder höhere Werte gemessen.

Es ist wichtig diesen Wert zu beachten und nur Produkte zu kaufen, die unter 10 liegen. Am besten ist es jedoch wenn der Wert so gering wie möglich ist. Die meisten Hersteller halten den ToTox-Wert Ihrer Produkte jedoch geheim.

Umso frischer ein Fischöl ist, umso weniger ist es oxidiert und umso besser kann es die vorteilhaften entzündungshemmenden Funktionen und Prozesse im Körper unterstützen. Umso höher der ToTox-Wert ist umso weniger wirkungsvoll und umso gesundheitsschädlicher ist das Produkt.

Hochwertige Omega 3 Produkte enthalten keine Schwermetalle, da diese ausgefiltert werden und die Produkte von Speziallabors auf Schadstoffbelastung geprüft werden.

Omega 3 Index & -Ratio Test

Jeder Mensch der sich mit seiner Gesundheit beschäftigt und lange gesund bleiben möchte, sollte einen Omega 3 Bluttest machen. Auch Personen die bereits Omega 3 Produkte einnehmen sollten so einen Test machen. Dieser Test wird in Labors ausgewertet und gibt Auskunft über die Omega 3 Versorgung des Körpers, gemessen am Omega 3 Gehalt der Roten Blutkörperchen.

Es besteht die Gefahr, dass Produkte für eine optimale Wirkung zu gering dosiert sind und/oder dass die Qualität zu schlecht ist. Deshalb sollte man die Wirkung von Omega 3 Produkten testen.

Optimale Omega 3 Dosierung

1-3g hochwertiges Fischöl pro Tag je nach Mangelsituation und Körpergewicht. Diese Einnahmemenge wurde von vielen wissenschaflichen Studien als wirkungsvoll bewiesen.

Bei einer vorliegenden chronischen Krankheit kann eine therapeutische Dosis auch höher liegen.

Die empfohlene Menge der Aufnahme an Omega 3 der österreichischen Gesellschaft für Ernährung liegt bei 250 mg, was Ärzte und Wissenschaftler die sich mit diesem Thema intensiv beschäftigen als viel zu gering erachten.

Optimale Ernährung mit viel Omega 3

Da in der heutigen Ernährung die Omega 6 Aufnahme stark überhöht ist, und sich dadurch viele gesundheitliche Nachteile und Risiken ergeben, rate ich Ihnen Ihren Omega 3 Verzehr bewusst zu erhöhen. Ihre Ernährung sollte daher

  • Reich an pflanzlichem Omega 3 sein
    1. Leinöl, Hanföl, Rapsöl, Chiasamen, Hanfsamen
  • Arm an Transfetten und tierischen Fetten sein
  • Regelmäßigen Fischverzehr aus Kaltwasser beinhalten (Thunfisch, Lachs, Hering, Makrele, Kabeljau)
  • Eine Nahrungsergänzung mit hochwertigem Fischöl oder Algenöl enthalten (1-3 g EPA&DHA pro Tag je nach Körpergewicht und gesundheitlichen Problemen)

Achtung: Durch die Fütterung der Fische in den großen Zucht-Farmen mit billigem Futter das auf Getreidebasis basiert und somit auf Omega 6, hat sich der Anteil an Omega 3 Fettsäuren in den Zuchtfischen bereits stark reduziert. Vor Zuchtfischen aus nicht-ökologischen Farmen rate ich wegen der Umweltverseuchung und der Toxinbelastung (Medikamente, Wachstumshormone, etc.) ab.

Zusammenfassung

Es ist wichtig seinen Omega 3 Status im Körper testen zu lassen, um zu wissen ob man im Risikobereich für chronische Erkrankungen liegt.

Es ist wichtig, die höchste verfügbare Qualität an Omega 3 einzunehmen. Diese wird mit dem Totox-Wert bestimmt und bei den hochwertigen Produkten von den Firmen auch bekannt gegeben. Um perfekt mit Omega 3 versorgt zu sein, nehmen Sie täglich zwischen 1-3 Gramm je nach Körpergewicht ein.

Gesunde & herzliche Grüße

Robert Haas

 

Literatur

Ausbildung am I.M.U.College for Holistic Health

http://imu-online-college.de/

Buch Fit mit Fett – Die Omega 3 Revolution – Dr. Ulrich Strunz und Andreas Jopp

Buch Die Vitalstoff-Entscheidung – Dr. med. Petra Wenzel

Handbuch Nähr- & Vitalstoffe – Dieter Henrichs

Handbuch Nährstoffe – Burgerstein

Buch Ölwechsel für Ihren Körper – Reiner Schmid

Artikel Stille Entzündung – Dr. Volker Schmiedel