1) Einleitung – Schilddrüsenüberfunktion

Einige Menschen leiden an einer Schilddrüsenüberfunktion und auch hier wie bei vielen chronischen Erkrankungen sind Frauen überproportional, ca. 5-mal mal häufiger betroffen. Sie gehen nicht immer mit einer hormonellen Entgleisung einher.

Schilddrüsenüberfunktion

Oft tritt eine Schilddrüsenüberfunktion nicht isoliert von anderen Beschwerden auf, sondern im Zusammenhang mit Magen-Darmproblemen, Problemen mit dem Nervensystem und als Folge von unerkannten bakteriellen und viralen Infektionen und Toxinbelastungen. Betrachten Sie daher eine Schilddrüsenüberfunktion immer ganzheitlich.

2) Das Organ Schilddrüse

Die Schilddrüse ist ein sehr kleines, aber trotz ihres Gewichtes von etwa 25g außerordentlich wichtiges Organ in unserem Körper. Sie ist die wichtigste Drüse der 7 Hormondrüsen im Körper und ihre Hormone wirken im gesamten Körper in allen Körperzellen und bestimmen die Geschwindigkeit des Stoffwechsels.

Sie sieht ähnlich aus wie ein Schmetterling und hat ihren Sitz am vorderen Hals unterhalb des Kehlkopfes, bestehend aus zwei seitlichen Lappen und einem Mittelteil (Isthmus). In ihrem Gewebe produziert und speichert sie mithilfe von dem Element Jod die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4), welche sie unter Einfluss des Hypophysenhormons TSH (Schilddrüsenstimulierendes Hormon) an das Blut abgibt.

Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 sind verantwortlich für den prinzipiellen Grundumsatz aller Stoffwechselvorgänge und -funktionen, unter anderem auch für folgende Stoffwechselprozesse von Bedeutung:

  • Regulation des Stoffwechsels und des Zellstoffwechsels

    • Sauerstoff-Stoffwechsel und Sauerstoff-Utilisation und dessen Enzymaktivitäten

    • Steuerung des Wärme- und Energiehaushaltes

    • Unmittelbarer Einfluss auf die Körpertemperatur

    • Kontrolle des Energiebedarfs

    • Regulation des Wasserhaushaltes

    • Regulation des Fett- und Kohlenhydratstoffwechsels

    • Regulation der Eiweißsynthese

    • Einfluss auf die Insulinfreisetzung und den Blutzuckerspiegel & Rückresorption von Glukose

    • Beteiligung beim Abbau von Cholesterin

  • Einfluss auf die Freisetzung des Wachstumshormons

  • Reaktion auf und Kompensation von Stressphasen

  • Steuerung der körperlichen und geistigen Entwicklung

  • Entwicklung des zentralen Nervensystems und der Intelligenz

  • Beteiligung an Skelettreifung und Genitalausbildung bei Kindern

  • Steuerung von Herzfrequenz und Herzschlag


Die Schilddrüsenhormone sind tiefgreifend synergistisch und antagonistisch mit den anderen Hormonen, Neurotransmittern und Neuropeptiden verwoben.

„Für einen harmonischen und kraftvollen Körper und eine ausgeglichene Psyche ist es notwendig, dass die Schilddrüse genau die richtige Menge an Schilddrüsenhormonen produziert, die gerade benötigt werden“.


Bei zu wenig aber auch zu viel Schilddrüsenhormonen im Blut kommen Körper und Psyche aus der Balance, was sich in vielzähligen Symptomen bemerkbar machen kann.

In den Follikeln der Schilddrüse werden T3 und T4 durch Jodisation von Tyrosin unter Beteiligung der Thyreoperoxidase (TPO) gebildet. Das benötigte Jod wird über die Nahrung aufgenommen. T3 und T4 werden im Verhältnis 1:10 in das Blut aufgenommen, wo sie an die Serumeiweiße thyroxinbindendes Globulin und Albumin gebunden sind. Während T4 ausschließlich in der Schilddrüse gebildet wird, entsteht T3 zu 80% durch die sog. Konversion in den peripheren Organen, das vierte Jodatom wird von T4 gespalten. Diese Dejodisation findet hauptsächlich in der Leber statt, weswegen Leberfunktionsstörungen zu Veränderungen in der Schilddrüse führen können.

3) Mögliche Störfaktoren der Schilddrüsenfunktion und einer Schilddrüsenüberfunktion

Verschiedene Stressfaktoren schädigen die Schilddrüse, bei manchen Menschen mehr, bei manchen Menschen weniger. Diese werden nachfolgend dargestellt.

Primäre Belastungen der Schilddrüse:

  • Negativer Stress

  • E-Smog

  • Radioaktivität

  • Bestrahlungen

  • Medikamente

  • Flouride (Zahnpasta, Trinkwasser) – Flourid ist Jod-Antagonist

  • Umwelttoxine

    • Pestizide (z.B. Glyphosat, DDT)

    • Schwermetalle (Quecksilber aus Zahnamalgam, Blei aus Umwelt, …)

    • Chlorierte Kohlenwasserstoffe (PCB, Benzpyren, …)

  • Putzmittel (Chlor, etc.)

  • Pathogene Erreger

    • Parasiten (Fasc. Buski)

    • Bakterien (Streptokokken – unterschwellige Infektion)

    • Pilze (Mucor, Candida)

    • Viren (Epstein Barr, Herpes Typ 6, Coxsackie Virus)

    • Borrelien

  • Toxinbelastung durch Rauchen

Eine E-Smog- und Radioaktivität-Belastung können nur mit einer bioenergetischen Testmethode wie Bioresonanz festgestellt werden. Ebenso können weitere Belastungsfaktoren wie Medikamente, Flouride, Pestizide, Schwermetalle, Putzmittel und Erreger mit einer bioenergetischen Testung analysiert werden.

Die Erregerbelastungen durch Parasiten, Bakterien, Pilze und Viren liegen meistens nur unterschwellig vor, so dass sie von der Schulmedizin im Regelfall nicht diagnostiziert werden können. Durch eine gezielte Bioresonanz Testung ist dies jedoch von gut ausgebildeten Therapeuten möglich.

Sekundäre Belastungen der Schilddrüse:

  • Irritiertes Hals-Chakra (Die Schilddrüse ist die Hormondrüse des Hals-Chakras)

  • Genereller Entgiftungsstau der Schilddrüse über Tonsilla Tubaria durch Dickdarm Überlastung

  • Indirekte Belastung von Eiweißfäulnistoxinen von Zahn-Kieferherden bei Stauung der Tonsilla Tubaria

  • Autoimmunreaktionen auf der Schilddrüse

    • Mit Antikörper

    • Ohne Antikörper

    • Hashimoto-Thyreoiditis

    • Hashimoto-Thyreoiditis bedingt durch Weizenallergie

  • Vergrößerungen der Schilddrüse

    • Schilddrüsenwucherungen

    • Struma

    • Kropf

    • Knoten

    • Zysten

  • Irritationen des Magenmeridians (der Magen ist unser Stressorgan)

    • Reizmagen

    • Saurere Magen

    • PP-Hemmer Einnahme

  • Chronische Störungen von Atlas / Axis

  • Tumor

    • Adenome

    • Karzinome

  • Nährstoffmangel

Es ist möglich, dass eine überlastete Leber und ein geschwächstes Immunsystem der Ursprung von viele Schilddrüsenerkrankungen ist und dazu führt, dass bestimmte Erreger die Schilddrüse angreifen.

4) Schilddrüsenüberfunktion

Die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) ist durch eine erhöhte Schilddrüsenhormonwirkung definiert. Die Hyperaktivität der Schilddrüse kann von vielen Faktoren und Krankheiten verursacht werden.

Folgende Formen der Hyperthyreose werden unterschieden:

  1. Immunogene Hyperthyreose
    1. Morbus Basedow
  2. Nicht-immunogene Hyperthyreose
    1. Funktionelle Autonomie – Autonomes Adenom
  3. Durch TSH oder TSH-ähnliche Aktivitäten hervorgerufene Hyperthyreose
  4. Hyperthyreosis factitia

Am häufigsten ist der Morbus Basedow, bei dem Antikörper gegen die Schilddrüse auftreten. Der Angriff auf die Schilddrüse führt zu einer verstärkten und unkontrollierten Anregung der Schilddrüse, was zu einer erhöhten Aktivität führt, bei der die Schilddrüse zu viele Schilddrüsenhormone ins Blut abgibt, ohne dass die Zentrale Regulation sie dazu anregt. Beim Morbus Basedow tritt eine Schwellung der Schilddrüse (Struma) auf zusammen mit hervorquellenden Augen und einem zu schnellen Herzschlag. Die Erkrankung kann auch in eine Hashimoto-Thyreoiditis übergehen, was zu diagnostischen Unsicherheiten führt.

 

Blutwerte der Schilddrüsenüberfunktion:
TSH erniedrigt
T3 und T4 erhöht
in ca 90 % der Fälle lassen sich die TRAK nachweisen..

Folgende Ursachen einer Hyperthyreose sind bekannt oder werden vermutet:

  • Hyperthyreosis factitia: Einnahme von Schilddrüsenhormontabletten durch den Patienten
  • Morbus Basedow: Man nimmt einen Autoimmunprozess an, bei dem der Körper Antikörper gegen die TSH-Rezeptoren der Schilddrüse bildet
  • Heiße Schilddrüsenknoten
  • Gutartiger Tumor der Schilddrüse (Toxisches Adenom)
  • Thyreoiditis (Hashimoto): Aufgrund einer (Virus-)Infektion oder eines Autoimmunprozesses entsteht eine Entzündung des Schilddrüsengewebes. Nach einer kurzen Phase der Schilddrüsenüberfunktion führt die Entzündung zu einer Schilddrüsenunterfunktion
  • Adenom in der Hypophyse: Ein gutartiger Tumor in der Hypophyse
  • Leberbelastung: In diesem Fall treten oft Kopfschmerzen mit Hitzewallungen und Sehstörungen sowie Druck- und Spannungsgefühl im Leberbereich auf
  • Chronische Sorgen, Ängste, Aufregung wie Mobbing, Eheprobleme, etc.
  • Schocks
  • Durchgemachte Eierstockentzündung, die Fernwirkung kann durch den funktionellen Zusammenhang eine Schilddrüsenüberfunktion auslösen
  • Entzündung der Schilddrüse durch Bakterien oder Viren (z.B. Mumps)
  • Fokalinfekte, Kehlkopfentzündung
  • Zahnherde und/oder wurzelgefüllte Zähne
  • Zu starke Sonneneinstrahlung eines noch nicht an die Sonne gewöhnten Organismus (Frühjahr, Frühsommer)
  • Disharmonie des vegetativen Nervensystems und der Drüsen durch
    • körperliche oder geistige Überlastung
    • mangelndem Schlaf
    • Arbeit unter Zeitdruck (Akkordarbeiten)
    • fehlendem Rhythmus zwischen Arbeit und Entspannung
  • Leberbelastung
    • Häufig wird eine Hyperthyreose von einer Leberbelastung begleitet oder sogar mitverursacht. In diesem Fall oft zusätzlich: migräneartige Kopfschmerzen mit Hitzewallungen und Sehstörungen sowie Druck- und Spannungsgefühl im Leber- und Schilddrüsenbereich. Die Leber ist der Ort des Hormonabbaus und damit für das hormonelle Gleichgewicht im Körper von großer Bedeutung
  • Adenom des Schilddrüsengewebes
  • Störungen in Schilddrüsensteuerung durch die Hypophyse
    • beschuldigt wird ein Gammaglobulin (L ATS) des Lymphgewebes mit autoaggressiven Eigenschaften

Bei einem Übermaß an Schilddrüsenhormonen (Überfunktion) wird der Stoffwechsel angeregt, was sich in folgenden Beschwerden äußern kann:

  • Ständiges Gefühl des Getriebenseins, Gehetztes Gefühl, Unruhe und Nervosität, Reizbarkeit
    • Viele Betroffene sind äußerlich ruhig, stehen aber innerlich unter Strom. Sie sind ungeduldig, schreckhaft und ihre Gedanken schweifen ständig ab
  • Wärme-Intoleranz – durch die schnelle Verbrennung wird mehr Wärme frei
  • Neigung zum Schwitzen und starke Schweißabsonderung
  • Tachykardie (schneller Herzschlag)
  • Erhöhte Pulsfrequenz
  • Herzklopfen, Herzstolpern, Zusätzliche Herzschläge zum normalen Herzschlag (Extrasystolen)
  • Durchfall oder häufige Stuhlentleerung
  • Struma (Kropf)- Vergrößerung der Schilddrüse, bei Morbus Basedow
  • Heißhunger
  • Durstgefühl
  • Erhöhter Blutzuckerspiegel
  • Hyperinsulinismus
  • Atemnot, Kurzatmigkeit
  • Muskuläre Hyperaktivität und Zittern
  • Unregelmäßiger Menstruationszyklus
  • Müdigkeit, Kraft- und Antriebslosigkeit
  • Muskelschwäche
    • Die Muskeln werden durch den Vermehrten Abbau von Eiweiß dünner und schwächer
  • Augenbeschwerden
    • Druck, Schielen, Veränderung der Sehschärfe, Augentränen, hervortretende Augen, Verschwommen- und Doppelbilder- Sehen, chronische Reizung der Bindehaut
  • Haarausfall
  • Dünne Haut
  • Schlaflosigkeit
  • Osteoporose
  • Guter Appetit ohne Gewichtszunahme
  • Gewichtsverlust (trotz normaler Nahrungsaufnahme)
  • Kalziummobilisation aus den Knochen
  • Hyperkalzämie

Es gibt kein die Diagnose beweisendes Einzelsymptom der Schilddrüsenüberfunktion, daher sollten verschiedene Diagnosemethoden angewendet werden.

5) Viren als Auslöser von Autoimmunerkrankungen, Schilddrüsenstörungen und Schilddrüsenüberfunktion?

Das Epstein-Barr-Virus (Humanes Herpesvirus 4) aus der Familie der Herpesviren steht schon seit längerem in Verdacht, an der Entstehung von chronischen Erkrankungen beteiligt zu sein. Man geht von etwa 60 Unterarten von EBV aus, wovon nur die wenigsten gut erforscht sind.

Lesen Sie weitere interessante Fakten über das Epstein-Barr-Virus und über die „4 Stadien des Epstein-Barr-Virus“ im Schilddrüsenfunktionsstörungen Hauptartikel.

6) Mikronährstoffe für eine richtige Schilddrüsenfunktion

Die Schilddrüse kann in ihrer Funktion eingeschränkt werden durch übermäßigen Genuss von Sojaprodukten (enthalten pflanzliche Östrogene) und Nüssen, zu viel Östrogen, zu viel Zink ohne zusätzliche Manganeinnahme, Eisen (Gegenspieler zu Jod), ferner durch einen Mangel an Vitalstoffen wie Selen, Jod, Vitamin E, Vitamin-B Komplex und Zink.

Die Schilddrüse benötigt für eine richtige und starke Funktion die folgenden Nährstoffe:

  • Jod
  • Selen
  • Tyrosin
  • Vitamin A
  • Vitamin B-Komplex
  • Vitamin E
  • Vitamin D
  • Eisen
  • Magnesium
  • Zink

Jod ist allgemein bekannt dafür, dass es die Schilddrüse für die richtige Funktion benötigt. Jod wird aber von allen körperlichen Drüsen und Organen benötigt und ist ein lebenswichtiges Spurenelement für den gesamten Körper.

7) Gesunde Ernährung bei Schilddrüsenüberfunktion

Wenn Sie an Schilddrüsen Störungen leiden, ernähren Sie sich am besten so gesund und hochwertig wie es geht. Wir empfehlen, auch bei den meisten anderen gesundheitlichen Störungen, die folgenden Nahrungsmittel Kategorien wegzulassen und durch gesündere Alternativen zu ersetzen.

  • Kuh-Milchprodukte
  • Zucker
  • Gluten
  • Weißmehl
  • Schweinefleisch

Essen Sie wenn möglich immer frische Speisen, wenn möglich in Demeter-Qualität und bereiten Sie Ihr Essen selbst zu.

Die auf dieser Homepage dargestellten Methoden und Erklärungsmodelle sind nicht dazu da, Diagnosen zu stellen oder Therapien und Behandlungen im medizinischen oder heilpraktischen Sinne durchzuführen bzw. diese zu ersetzen.

Quellen und Links

Portrait_kontakt Robert Haas

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