Da der menschliche erwachsene Körper zu ca. 70% aus Wasser besteht und er es bei nahezu allen Prozessen benötigt, ist Trinkwasser der wichtigste Nährstoff. Es kann durch keine andere Flüssigkeit ersetzt werden. Viele zuckerhaltige Getränke entziehen dem Körper sogar zusätzlich Wasser ebenso wie Koffein und Natriumchlorid, statt es ihm lebenswichtig zuzuführen.

Krankheitsursache chronische Dehydration

Chronische Dehydration ist eine der entscheidenden Ursachen für Krankheiten und wird leider oft unterschätzt. Viele Krankheiten entstehen primär durch einen fortgeschrittenen Zustand der  Dehydration und werden unglücklicherweise aus mangelndem Wissen über den Wasserhaushalt nicht in die Diagnose miteinbezogen. Sondern es werden nur die Folgen des Wassermangels behandelt.

Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, erhöhter Blutdruck und erhöhte Cholesterinwerte und Blutfettwerte sowie Fettleibigkeit haben lt. Dr. F. Batmanghelidj durch den permanenten Wassermangel eine 31% größere Wahrscheinlichkeit auszubrechen. Wie eine Dörrpflaume werden die unterversorgten Zellen runzelig und immer mehr in ihrer Funktion eingeschränkt und verursachen einen immer schlechteren Stoffwechsel.

Die moderne Medizin bestätigt zudem, dass viele chronische Krankheiten auf Wassermangel zurückzuführen sind, zum Beispiel chronische Rückenschmerzen oder Migräne, und spricht deshalb von „Wasserkrankheiten“.

Jede Körperregion reagiert unterschiedlich auf den Wassermangel und so sollten alle körperlichen Symptome auch auf eine lokale oder generelle Dehydration hin untersucht werden. Der Körper zieht besonders von nicht lebensnotwendigen Körperstrukturen Wasser ab, um die lebensnotwendigen Organe und Prozesse im Körper aufrecht zu erhalten. Das sind z.B. alle Gelenke, Knorpeln und Bandscheiben.

Gefahr von Herz- & Nierenerkrankungen durch Wassermangel

Das Renin-Angiotensin-System (RAS) wird aktiviert, sobald es zu Wassermangel im Körper kommt. Dieses System weist den Körper an, dort wo es möglich ist, Wasser zurückzuhalten. Es beeinflusst die Nierentätigkeit und verengt die Kapillaren besonders in den Gebieten, die nicht so lebensnotwendig wie das Gehirn und der Herzmuskel sind.

Gleichzeitig sorgt das RAS für eine höhere Natriumaufnahme. Der erhöhte Natriumgehalt hilft dem Körper, Wasser zurückzuhalten. Solange der Körper nicht wieder über eine ausreichende Menge an Wasser verfügt, bleibt dieses System aktiv. Das bedeutet allerdings auch gleichzeitig, dass der Blutdruck, der auf den Gefäßwänden lastet, außergewöhnlich hoch ist und er auf diese Weise zu verschiedenen Herzerkrankungen beitragen kann. Der hohe Blutdruck und die eingeschränkte Nierenfunktion können letztlich zu Nierenschäden führen.

Die Nieren filtern täglich etwa 200 Liter Flüssigkeit (=Primärharn) aus dem Blut. Dies sind Nährstoffe, harnpflichtige Substanzen und nierenpflichtige Gifte und Umweltgifte. Danach fließt der Primärharn durch das Maschenwerk des Nierentubulusapparat, in dem Wasser und Nährstoffe rückresorbiert werden, und harnpflichtige Stoffe und Giftstoffe in das Nierenbecken zur Ausscheidung über das Nieren-Blasen-System geleitet werden.

Wenn im Körper Wassermangel herrscht, muss der Körper mehr Wasser aus dem Primärharn rückresorbieren, um seine Wasserbilanz aufrecht zu erhalten, indem das Maschenwerk des Nierentubulus weiter geöffnet wird. Dadurch werden mehr ausscheidungspflichtige Substanzen (Toxine) rückresorbiert. Bei starkem Wassermangel wird sogar der blanke Urin rückresorbiert, der toxisch und sauer ist, und der die Nierenglomeruli schädigen und zerstören kann. Jede Niere hat ca. 1.000.000 Glomeruli, der Körper also gesamt 2.000.000. Wenn mehr als 1.200.000 Glomeruli geschädigt oder zerstört sind, muss der betroffene Mensch zur Dialyse, einem Blutreinigungsverfahren, um weiter leben zu können. Um diese Gesundheitsgefahr abzuwenden, ist es wichtig, genügend zu trinken.

Zum Abschluss dieses Punktes möchte ich die „Drei goldenen Regeln“ des Trinkens des Therapeutischen Hauses von Martin Keymer anführen:

  1. Trinken, trinken, trinken Sie.
  2. Trinken Sie möglichst reines Wasser.
  3. Trinken Sie möglichst reines, aber auch vitales, energetisiertes und lebendiges Wasser.

Mögliche Folgen von Wassermangel

Ein Wassermangel kann folgende Auswirkungen haben:

  •  Verschlechterung der Stimmung und der Gefühle durch Entstehung von Reizbarkeit, Ängstlichkeit, etc.
  • Verringerung der Leistungsfähigkeit, Konzentration und Reaktion
  • Blutverdickung (z.B. Geldrollenbildung – sichtbar in der Dunkelfeldmikroskopie)
  • Nierenschäden und Blasenbeschwerden sowie Verstopfung
  • Verschlechterung des Nährstoff- und Sauerstofftransportes
  • Verschlechterung des Abtransportes von Säuren und Stoffwechselendprodukten
  • Verschlechterung der Regulation des Wärmehaushaltes
  • Knorpelschäden und Gelenksschmerzen durch Entzündungen
  • Wasseransammlungen – Ödeme
  • Vorzeitige Faltenbildung und Alterung
  • Schmerzentstehung

Man kann verallgemeinert sagen, dass Wassermangel einen wesentlichen Einfluss bei der Entstehung aller Zivilisationskrankheiten hat.

Mögliche Symptome von Flüssigkeitsverlust

Nachfolgend finden Sie die Symptome die bei Flüssigkeitsverlust auftreten können:

ca. 1-2 %: Durst, reduzierter Temperaturausgleich, schlechtere Entgiftung und Zellversorgung, verminderter Speichelfluss, Konzentrationsstörungen

ca. 4-5 %:  Verringerte Speichelproduktion und Urinbildung, Mundtrockenheit, Sodbrennen, Kopfschmerzen, verminderte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, Verstopfung, Erhöhung der Körpertemperatur, Blutverdickung mit Gefahr eines steigenden Blutdrucks

ca. 5-10 %: Erhöhter Puls, Übelkeit, Schwindel, Muskelkrämpfe

ab ca. 10 %: Schwächegefühl, motorische Störungen, Halluzinationen, Verwirrtheit, deutliche Reduzierung der Stoffwechselaktivität, massive Beschleunigung der Körperübersäuerung

ab ca. 20 %:  Tod durch Kreislauf- und Nierenversagen

Der Körper reagiert auf Wassermangel, indem er versucht den Mangel und die noch verfügbaren Ressourcen zu managen, bzw. zu kompensieren. Diese Bestrebungen des Organismus führen laut Dr. Batmanghelidj zu sechs typischen Beschwerden: Asthma, Allergien, Bluthochdruck, Verstopfung, Diabetes Typ II und Autoimmunkrankheiten.

Wassermangel stört auch sehr stark den Säure-Basen-Haushalt. Doch bevor ein genetischer Schaden entsteht, äußert sich der Körper durch ein Frühwarnsystem mit Symptomen wie: Sodbrennen, Kreuzschmerzen, Kopfschmerzen, rheumatoiden Gelenkschmerzen und einigen mehr (vergl. F. Batmanghelidj). Vermehrte Wasserzufuhr (regelmäßig und ausreichend) ist nach dem iranischen Mediziner und erfolgreichen Buchautor das erste und beste Heilmittel bzw. eine verlässliche Prävention vor diesen Beschwerden und den Folgeerscheinungen.