Wußten Sie, dass der Darm unser wichtigstes Stoffwechselorgan ist?

Der Darm ist für sehr viele Funktionen im Körper unersetzlich und unser wichtiges Stoffwechselorgan. Auch unser Immunsystem ist zu 80 Prozent vom Darm bestimmt und wird durch die Darmbakterien trainiert.

Eine eubiotische Darmflora, das bedeutet gesunde und physiologische Darmflora, hat folgende Aufgaben:

  1. Abwehr von Erregern, Toxinen, Fremdstoffen
  2. Aufrechterhaltung und Selbsterhaltung des Darmmilieus
  3. Mitwirkung am gesamten Verdauungs- und Stoffwechselprozess
  4. Aufschließung und Resorption von Stoffwechselmetaboliten (Zwischen- und Abbauprodukte des Stoffwechsels)
  5. Resorption von Serotonin (Glückshormon) mit direkter positiver Einwirkung auf die Psyche
  6. Entwicklung und Stabilisation der Persönlichkeit, des Ichs, die Abgrenzung nach Außen
  7. Stimulierung und Training des Immunsystems
  8. Aufrechterhaltung und Wiedererlangung der Struktur des Immunsystems = TH1-TH2-Balance
  9. Entgiftung: Der Darm ist das größte Entgiftungsorgan!
  10. Optimale Auswirkung auf die Darmmotilität (Beweglichkeit des Darms)

Ursache von vielen Gesundheitsstörungen

Ein geschädigter Darm (Darmflora, Darmschleimhaut, Darmmilieu) ist die „Ursache“ oder „Mitursache“ von vielen Gesundheitsstörungen und Krankheiten.

Der Darm wird bei immer mehr Menschen durch unterschiedliche Einflussfaktoren geschädigt. Dass das der Fall ist, zeigt sich folgendermaßen:

  • Zunahme der Personen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten
    • Histaminunverträglichkeit
      Lesen Sie dazu meinen Artikel über Histaminunverträglichkeit
    • Fructoseunverträglichkeit
    • Lactoseunverträglichkeit
    • Glutenunverträglichkeit
  • Zunahme der Personen mit Allergien und Nahrungsmittelallergien
  • Zunahme der Personen mit Reizdarmsyndrom und anderen Darmbeschwerden
  • Zunahme der Personen mit chronischen Darmentzündungen (Morbus Crohn, Chronische Colitis)
  • Zunahme der Personen mit Depressionen (Darm-Hirn-Achse)

Die Darmflora schützen

Ihren Darm bzw. Ihre Darmflora schützen Sie am optimalsten, indem Sie schädigende Faktoren so gut es geht, minimieren.

12 Faktoren, die sie besser vermeiden und somit Ihre Darmflora schützen:

1)  Zucker

Dazu zählen alle Arten von industriell hergestelltem Zucker, der durch die Industrie mit vielen verschiedenen Namen bezeichnet wird, wie:
Apfelfruchtsüße, Dextrin, Dextrose, Fruchtsüße, Fruktose, Fruktose-Glukose-Sirup, Fruktosesirup, Gerstenmalz, Gerstenmalzextrakt, Glukose, Glukose-Fructose-Sirup, Glukosesirup, Invertzuckersirup, Karamellsirup, Kokosblütenzucker, Laktose, Maltodextrin, Maltose, Malzextrakt, Malzzucker, Palmzucker, Raffinose, Rohrohrzucker, Rohrzucker, Rübenzucker, Saccharose, Stärkesirup, Süßmolkenpulver, Traubenfruchtsüße, Vollrohrzucker,     Weizendextrin, etc.

2) Glukosesirup (Lektine)

Glukosesirup schädigt die Darmzellen und damit die Schleimproduktion der Darmschleimhaut. Ohne Darmschleim können sich die eigenen Darmbakterien nicht im Darm halten und die Darmflora wird geschwächt. Prinzipiell enthält alles, was knusprig, klebrig und süß ist, Glukosesirup wie z. B. Fertigmüsli, Pausensnacks, Joghurt, Desserts, Marmelade, Kompotte, Süßigkeiten, wie Pralinen, Fruchtgummi, Lakritze, Fertiggerichte, Speiseeis, aber auch Babymilchersatznahrung.

3) Schweinefleisch

Schweinefleisch ist nicht nur für die Darmflora schädlich, sondern für den ganzen Körper. Es hat einen zu hohen Fettgehalt und einen zu hohen Cholesteringehalt. Weiters eine Eiweißstruktur mit einer schnellen Verwesungsrate und durch den hohen Schwefelgehalt eine schlechte Wirkung auf das Bindegewebe. Es enthält zu viele Schleimsubstanzen, die in Sehnen, Bändern und Knorpeln eingelagert werden und diese aufweichen. Es enthält zu viele Wachstumshormone und eine zu hohe Histaminkonzentration und zu viele Antibiotika. Schweinfleisch enthält eine hohe Toxinkonzentration und belastet das gesamte Lymphsystem außerordentlich.

4) Medikamente

Manche Antibiotika zerstören viele gute Darmbakterien. Diese sind im letzten Teil dieses Artikels angeführt. Auch Säureblocker sind durch die neutralisierte Magensäure schlecht für die Darmflora, denn die Darmbakterien brauchen Nahrung, die im Magen richtig vorverdaut und aufgeschlossen wird.

5) Primäre Nahrungsmittelallergien

Nahrungsmittelallergien erzeugen Entzündungen an der Darmschleimhaut mit katastrophalen Auswirkungen auf die Darmschleimhaut und die Darmflora.

6) Falsches Darmmilieu (Gärungsmilieu, Fäulnismilieu)

Durch ein falsches Darmmilieu entstehen im Darm höchst gradig giftige Stoffe wie Fuselalkohole bei einem Gärungsmilieu, und Eiweißfäulnisstoffe bei einem Fäulnismilieu. Diese schädlichen Stoffe schädigen nicht nur die eigenen guten Bakterien, sondern auch die Leber, die Nieren und den Säure-Basen-Haushalt.

7) Industriell hergestellte und denaturierte Nahrungsmittel

Diese Art von Nahrungsmitteln enthält oft zugesetzten Zucker, Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Verdickungsmittel, Geschmacksverstärker und andere schädliche Zusatzstoffe.
Dafür enthalten diese Nahrungsmittel keine Ballaststoffe, keine Enzyme, keine Antioxidantien und keine sekundären Pflanzenstoffe und wenig Mineralstoffe und Vitamine. Und genau diese Lebens- und Vitalstoffe brauchen auch unsere Darmbakterien und Darmzellen.

8) Umweltgifte, Pestizide, Herbizide, Fungizide, etc.

Diese hochgiftigen Stoffe, die auf allen konventionell angebauten Lebensmitteln vorhanden sind, schädigen die eigene Darmflora und vergiften die Zellen.

9) Stress

Stress schädigt die Darmbakterien über die 100 Millionen Nervenzellen, die im Darm vorhanden sind und eine direkte Verbindung mit dem Gehirn haben. Dies passiert über die sogenannte  „Darm-Hirn-Achse“.

10) Störungen im Säure-Basen-Haushalt

Die Verdauung benötigt Säuren und Basen im Gleichgewicht. Im Magen wird die Magensäure durch die Belegzellen produziert, im Gegenzug werden die dabei entstehenden Basen zur Bauchspeicheldrüse und zur Leber und zum Dünndarm transportiert, um die Bauchspeicheldrüsensäfte, den Gallensaft und das Dünndarmsekret zu produzieren. Störungen des Säure-Basen-Haushalts können daher zu einer unzureichenden Produktion von Verdauungssäften führen.

11) Falsche Nahrungsaufnahme

Durch zu weniges Kauen und Herunterschlingen der Nahrung wird diese nur unzureichend verdaut, was oft zu Störungen des Darmmilieus und der Darmflora führt.

12) Störungen der Verdauungsorgane

Störungen der Verdauungsorgane, wie Magensäureschwäche, Bauchspeicheldrüseninsuffizienz, Gallenfunktionsstörungen, Behinderungen des Gallenflusses, Störungen der Peristaltik schädigen durch fehlerhaftes Aufschließen der Nahrung das Darmmilieu und die Darmbakterien.

Regenerieren Sie Ihre Darmflora einmal jährlich

Besonders im Herbst, der Metall Zeit nach Traditioneller Chinesischer Medizin (28. September bis 30. November) kann sich der Darm sehr gut regenerieren. Stabilisieren Sie Ihren Darm besonders in dieser Zeit mit einer Darmauffrischungskur, mit dem 5-Elemente-Tee Metall und mit einer optimalen Ernährung. Bei aktuellen Problemen sollten Sie aber sofort beginnen, Ihren Darm zu unterstützen.

Schützen Sie Ihre Darmflora bei Antibiotikaeinnahme

Antibiotika sind wirkungsvolle Medikamente, die nicht nur schädliche Erreger abtöten, sondern auch gefährlich für die nützlichen Darmbakterien sein können.
Antibiotika sollten nur, wenn es unbedingt notwendig und ärztlich verordnet ist, eingenommen werden, und dann auch nicht frühzeitig abgesetzt werden. Am besten ist es jedoch immer, wenn Ihr Körper selbst imstande ist, Erreger erfolgreich zu bekämpfen und abzuwehren.
Lesen Sie bitte dazu meine Artikel über „Selbstheilungskräfte stärken

Wenn Sie Antibiotika einnehmen, nehmen Sie immer im Abstand von 2 bis 3 Stunden danach wirksame Probiotika ein, die Ihre Darmflora wieder aufbauen und somit die Darmfloraschädigung reduzieren. Besonders gefährlich für die Darmflora sind: Ampicillin, Cefixim, Cefoperazon, Ceftriaxon, Chloramphenicol, Ciprofloxacin, Clindamycin, Cotrimoxazol, Erythromycin, Oflaxacin, Tetrazykline.

Achten Sie auf Ihren Darm! Es zahlt sich auf jeden Fall aus!

Gesunde und herzliche Grüße
Robert Haas

Literatur

Ausbildung am I.M.U.College for Holistic Health
http://imu-online-college.de/
Buch Der Darm denkt mit – Klaus Dietrich Runow
Buch Bioenergietherapie – Martin Keymer, Norbert O.Schmedtmann, Reinhold D.Will
Dr. med. Marco Prümmer
http://dr-pruemmer-blog.de/2012/der-darm-unser-wichtigstes-stoffwechselorgan.html
Heilpraktikerin Anja Pietzsch
Webinar Allergosan
SOTT.net
https://de.sott.net/article/2100-Vorsicht-Glukosesirup-Das-Glykoproteinsyndrom-Ursache-vieler-Krankheiten
Artikel von Lowcarb community
http://lowcarb-community.de/40-namen-fuer-zucker/
Buch Mikroökologie des Darmes – Gero Beckmann, Andreas Rüffer